HolunderHaben Sie im letzten Jahr auch überall die dunkelroten, fast schwarzen Holunderbeeren gesehen? Wissen Sie noch wo? Das könnte bald wichtig sein!  Holunder (schwarzer Holunder oder auch Holler genannt) gehört zu den Heilpflanzen.
Holunder ist vor allem wirksam bei Erkältungen. Er kann auch vorbeugend eingesetzt werden, da er die körpereigene Abwehr stärkt. Die schwarzen Beeren enthalten sehr viel Vitamin C und wertvolle Mineralstoffe. Sie werden als Saft, Mus oder Marmelade bei fiebrigen Erkältungen eingesetzt.
Unreife Beeren sind schwach giftig. Deshalb werden nur vollausgereifte (dunkelviolette, fast schwarze) Beeren geerntet. Erntezeit ist im September. Der gekochte Saft ist sehr empfehlenswert, roh ruft er , ebenso wie rohe Beeren gelegentlich Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervor.
Die Blüten werden für Schwitz-Tees verwendet.
Außerdem findet Holunder (Blüten und Blätter) in der Homöopathie Verwendung. Sie glauben, das ist viel zu gesund, um gut zu schmecken?
Dann sollten Sie das folgende Rezept einmal ausprobieren:| | | | | | Rezept für eine leckere Limonade aus Holunderblütensirup Bevor es losgehen kann, benötigen Sie 15 Holunderblütendolden (Blütezeit ist Anfang Mai bis Ende Juni). 1 kg Zucker, 50 g Zitronensäure und eine unbehandelte Zitrone. 1 l Wasser mit 1 kg Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Zitronensaft, Zitronenschalen, Zitronensäure und die gewaschenen Holunderblüten in die abgekühlte Wasser-Zucker-Lösung geben. 4 Tage abgedeckt durchziehen lassen. Danach durchsieben und in Flaschen abfüllen. Die Flaschen im Kühlschrank aufbewahren. Je nach Geschmack Sirup und Wasser (mit oder ohne Kohlensäure) mischen, fertig ist ein erfrischendes Sommergetränk! | | | | | |
Wo wächst Holunder?
Holunder ist in ganz Europa heimisch, er wächst in Gärten, Hecken, an Bachufern und am Waldrand in Form von Sträuchern oder kleinen Bäumen. Holunder wächst oft auch in der Nähe von Häusern, deshalb sollte er leicht zu finden sein. Übrigens, im Holunder sollen die guten Hausgeister wohnen, also den Holunder bitte am Haus lassen und nicht fällen.
Von Mai bis Ende Juni ist Blütezeit, dann kann man den Holunder gut an seinen typischen Blütendolden erkennen. ÜbrigensDer griechische Arzt Hippokrates (460-377 v. Chr.) bezeichnete den Holunder als seinen Medizinschrank.
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